Sublimationsdruck, Flex- und Flockdruck im Vergleich
Wer ein Trikot bedrucken lassen will, stößt schnell auf drei Begriffe: Sublimationsdruck, Flexdruck, Flockdruck. Alle drei bringen ein Motiv auf Stoff, aber technisch haben sie kaum etwas gemeinsam – und der Unterschied entscheidet, ob der Druck die Saison übersteht oder nach dem dritten Waschgang Risse zeigt.
Flexdruck: Folie, die aufgeschnitten wird
Beim Flexdruck wird eine farbige Kunststofffolie mit einem Schneideplotter in Form geschnitten und anschließend mit Hitze und Druck auf den Stoff gepresst. Das Verfahren eignet sich gut für einfache Formen wie Schriftzüge oder Nummern in einer Farbe. Für ein mehrfarbiges Motiv braucht es mehrere Folienlagen übereinander – jede zusätzliche Farbe treibt Aufwand und Preis nach oben.
Die Folie liegt sichtbar auf dem Stoff. Sie ist dicker als der Stoff selbst, macht die bedruckte Stelle luftundurchlässig und kann sich an den Rändern lösen, besonders nach häufigem Waschen oder wenn sie beim Sport reibt.
Flockdruck: dieselbe Technik, mit Samtoberfläche
Flockdruck funktioniert im Grunde wie Flexdruck, nur besteht die aufgepresste Folie aus kurzen Textilfasern statt aus glatter Kunststofffolie. Das Ergebnis fühlt sich samtig an und wird oft für Vereinsnamen oder Nummern auf Fanartikeln verwendet. Die Nachteile sind dieselben wie beim Flexdruck: eine zusätzliche Schicht auf dem Stoff, die aufträgt, sich lösen kann und die Fläche darunter abdichtet.
Sublimationsdruck: Farbe wird Teil der Faser
Sublimationsdruck funktioniert anders als die beiden anderen Verfahren. Das Motiv wird zunächst spiegelverkehrt auf spezielles Transferpapier gedruckt. Unter Hitze und Druck geht die Farbe vom Papier direkt in einen gasförmigen Zustand über und verbindet sich mit der Kunstfaser des Stoffs. Es entsteht keine Schicht auf dem Gewebe – die Farbe ist Teil der Faser.
Das hat drei praktische Folgen:
- Nichts trägt auf. Der Stoff fühlt sich an der bedruckten Stelle genauso an wie unbedruckt.
- Nichts löst sich. Es gibt keine Folienkante, die sich ablösen könnte – der Druck hält so lange wie der Stoff selbst.
- Der Stoff bleibt atmungsaktiv. Auch unter einem großflächigen Motiv kann Feuchtigkeit weiter nach außen entweichen.
Der Haken: Sublimation funktioniert nur auf hellen, kunstfaserreichen Stoffen (mindestens etwa 80 % Polyester) und muss vor dem Zuschnitt auf die flache Stoffbahn gedruckt werden. Ein fertiges Trikot lässt sich also nicht mehr nachträglich sublimieren – deshalb entstehen sublimierte Trikots immer erst nach der Bestellung, nie als Lagerware.
Was heißt das für den Preis?
Flex- und Flockdruck werden meist nach Fläche und Farbanzahl berechnet – ein aufwendiges, mehrfarbiges Design kostet spürbar mehr als ein einfacher Schriftzug. Bei Sublimation ist es umgekehrt: Da ohnehin die ganze Fläche bedruckt wird, kostet ein Design mit zehn Farben genauso viel wie eines mit einer Farbe. Name, Rückennummer und Vereinswappen sind im Preis enthalten, nicht nach Buchstaben oder Logogröße gestaffelt.
Welches Verfahren für welchen Zweck?
Für kleine Stückzahlen mit einem einzigen Aufdruck – etwa ein Vereinslogo auf einer fertig gekauften Jacke – ist Flexdruck oft die schnellere und günstigere Lösung. Sobald es um Sporttrikots geht, die geschwitzt, gewaschen und über eine ganze Saison getragen werden, spielt Sublimation seine Stärken aus: kein Aufplatzen, keine dichten Stellen, volle Bewegungsfreiheit ohne steifen Stoff.
Im 3D-Konfigurator lässt sich das direkt ausprobieren: Farben, Muster und Logo frei setzen und sofort sehen, wie das fertige, sublimierte Trikot aussieht – von allen Seiten.